Richtig lüften im Winter: So vermeiden Sie Schimmel

Schimmel ist in Schweizer Häusern ein häufiges Problem. Er entsteht durch Nährstoffe und eine feuchte Umgebung. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit ab 50 Prozent kann es bereits zu Schimmelbildung kommen.

 

Das sind die Hauptursachen für Schimmel

Wenn Sie Schimmel vermeiden wollen, sollten Sie die Feuchtigkeit im Haushalt reduzieren. Durch Atmen, Duschen und Kochen geben wir täglich mehrere Liter Wasser an die Umgebung ab. Dieses lagert sich als Tauwasser an den kältesten Stellen der Wohnung oder des Hauses ab. Im Winter sind es die Wände, die zuerst feucht und dann schimmlig werden. Ebenfalls einen Einfluss hat die Raumtemperatur. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Wenn Sie zu stark heizen, kann dies die Schimmelproduktion fördern.

 

In einigen Fällen können auch Mängel an der Bausubstanz die Ursache für Schimmel sein. Ein leckes Rohr zum Beispiel kann dafür sorgen, dass sich Wasser im Mauerwerk oder unter dem Boden ausbreitet und grossflächig Schimmel entsteht. In besonders exponierten Räumen lohnt es sich manchmal, ein Entfeuchtungs- oder Trocknungsgerät aufzustellen. Falls Sie jeden der unten stehenden Tipps befolgen und dennoch mit Schimmel zu kämpfen haben, sollten Sie einen Experten beiziehen.

 
 

Diese Tipps helfen Schimmel zu vermeiden

Richtig Lüften: oft und gründlich

Am besten lüften Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus mindestens zweimal täglich gründlich. So senken Sie die Luftfeuchtigkeit. Auch wenn es regnet oder schneit, enthält die Luft draussen viel weniger Feuchtigkeit als diejenige drinnen.

Am besten öffnen Sie für fünf bis zehn Minuten alle Fenster. Stosslüften sorgt für einen schnellen Luftaustausch. Wenn Sie mehrere Fenster eines Raums öffnen, entsteht viel Zugluft. Ganz falsch hingegen ist es, bei gekipptem Fenster zu lüften. So kann die feuchte Luft nur schlecht abziehen und Sie verlieren nur wertvolle Heizenergie.

Lüften Sie jedes Mal, wenn Sie geduscht oder gebadet haben. Falls Sie im Badezimmer einen Ventilator haben, sollten Sie dessen Filter regelmässig auswechseln. Ebenfalls wichtig ist es, dass Sie nach dem Kochen oder Abwaschen gut lüften.

 

Heizen Sie richtig

Wenn Sie die Heizung zu stark aufdrehen, bezahlen Sie zu viel für die Energie und erhöhen das Schimmelrisiko. Im Wohnzimmer und in der Küche genügen 20 Grad Raumtemperatur, im Schlafzimmer reichen 17 Grad aus, um angenehm zu schlafen. Nachts sollte die Heizung um maximal 2 Grad gesenkt werden. Wird die Heizung stärker heruntergedreht, kühlt das Haus aus und muss dann mit erhöhtem Energiebedarf am Tag wieder erwärmt werden.

 

Platzieren Sie keine Möbel an den Wänden

Dies ist gerade im Schlafzimmer sehr wichtig, da es dort meist kälter ist als in den anderen Räumen. Wenn Möbel direkt an der Wand stehen, kann die Luft zwischen Mauer und Möbel nicht richtig zirkulieren. Feuchtigkeitsablagerungen sind die Folge. Wenn Sie alle Möbel mindestens zehn Zentimeter von der Wand entfernen, beheben Sie das Problem schnell und einfach.

 

Messen Sie die Luftfeuchtigkeit

Hygrometer messen die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Sie sind günstig und bequem online erhältlich. Um Schimmel zu vermeiden, sollte die Luftfeuchtigkeit am besten tiefer als 50 Prozent sein. Für unsere Schleimhäute ist jedoch eine rund 60-prozentige Luftfeuchtigkeit angenehmer. Keine einfache Wahl. Falls Ihr Zuhause zu Schimmelbefall neigt, lohnt es sich, die Luftfeuchtigkeit tief zu halten.

 

Entfernen Sie Schimmel umgehend

Die obigen Punkte sollten Ihnen dabei helfen, Schimmelbefall zu vermeiden. Entdecken Sie trotzdem grünliche oder schwarze Punkte an der Wand? Kleinere Flecken können mit 70-prozentigem Alkohol beseitigt werden. Einfach Flecken einpinseln, einwirken lassen und mit alkoholgetränkten Tüchern abwischen. Die verwendeten Tücher am besten sofort im Hausmüll entsorgen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich jedoch den Schaden von Fachmann begutachten und entfernen zu lassen. Auch im Aargau gibt es Profis, die Ihnen gerne helfen.

 

 

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Richtig lüften im Winter: So vermeiden Sie Schimmel | 18.12.2017 | © Redaktion NABHOME