Preisentwicklung von Immobilien im Aargau

Die Aargauer Immobilienindizes zeigen die Preisentwicklung von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen im Kanton Aargau von Anfang 1998 bis Ende 2019.

 

Als Grundlage für die Indexberechnung sowie die Bewertung einzelner Objekte dienen anonymisierte Angaben von Banken, Versicherungen und Pensionskassen zu effektiv bezahlten Preisen (Handänderungen). Die Zahlen stützen sich also nicht auf Inserate-, sondern auf tatsächlich erzielte Verkaufspreise. Die Bewertung der Immobilien erfolgt nach der sogenannten hedonischen Methode, bei welcher der Einfluss von Objekt- und Lagefaktoren auf die Marktpreise gemessen wird.

 

(Diese Immobilienindizes wurden in Zusammenarbeit mit der Firma IAZI AG erarbeitet.)

Entwicklung der Immobilienpreise im 2. Halbjahr 2019

Aargauer Immobilienpreise leicht steigend

Nachdem sich die Preise für Wohneigentum einige Quartale seitwärts entwickelt haben, zeigen sich im letzten Halbjahr wieder gewisse Wertzunahmen. Sowohl im Segment der Eigentumswohnungen als auch bei den Einfamilienhäusern beträgt der Anstieg im Kanton Aargau 0.8 %. Gar noch etwas stärker haben die Immobilienpreise schweizweit zugelegt, für die in der gleichen Zeitspanne bei beiden Kategorien ein Plus von 1.8 % resultiert. Dieses Bild bestätigt sich auch in der langfristigen Optik. Über die letzten zwanzig Jahre ist landesweit ein Anstieg der Hauspreise von rund 83 % festzustellen, während derjenige im Kantonsmittel bei 53 % liegt.

 

Positive Aussichten

Wie anhand der Preisentwicklungen ersichtlich ist, scheint die Attraktivität des Aargauer Eigenheimmarkts weiterhin intakt. Davon zeugt nicht zuletzt die anhaltende ausserkantonale Zuwanderung. Zudem profitieren Immobilienkäufer unverändert von sehr tiefen Zinsen, während die Bautätigkeit im Kaufsegment rückläufig ist. Diese Faktoren haben mitunter dazu geführt, dass die kantonale Leerwohnungsziffer erstmals seit über zehn Jahren einen leichten Rückgang aufweist.

 

Regionale Preisniveaus sehr unterschiedlich

Anhand der Betrachtung der bezahlten Preise pro Gemeinde lassen sich in der Region grosse Unterschiede beobachten. Für eine typische Eigentumswohnung im Neubaustandard mit 115 m2 Wohnfläche, Balkon und Tiefgaragenplatz werden im Kanton Aargau durchschnittlich rund CHF 720'000 bezahlt. Deutlich mehr aufzuwenden ist in den Ortszentren Aarau oder Baden, in denen das Musterobjekt rund 30 % höher gehandelt wird. In den preiswertesten Regionen in den Bezirken Zofingen oder Kulm ist der Erwerb hingegen im Bereich von CHF 550'000 möglich.

 

Auch bei den Preisen für Einfamilienhäuser zeigen sich je nach Standort grosse Wertunterschiede, wobei nicht zuletzt steuerliche Aspekte und die Erreichbarkeit der Wirtschaftsräume Zürich und Basel einen grossen Einfluss ausüben. An den begehrtesten Lagen wie Oberwil-Lieli und Ennetbaden wird ein neues Einfamilienhaus mit 5.5 Zimmern und einer Grundstücksfläche von 560 m2 für über CHF 1.6 Mio. gehandelt. Etwas gemässigter zeigen sich die Preise in Mellingen, Frick oder Ehrendingen. Für das Musterhaus liegen die Marktpreise in diesen Ortschaften im Bereich von CHF 1.1 Mio., was in etwa dem Kantonsmittel entspricht.

 

Um die Preisunterschiede zwischen den Gemeinden zu veranschaulichen, hat die NAB ein Musterhaus und eine Musterwohnung definiert und mit dem hedonischen Modell der IAZI AG in allen Gemeinden des Kantons bewertet.

 

Musterhaus Baujahr 2019
 

Definition des Musterhaus 

  • Neues freistehendes 5.5-Zimmer-Einfamilienhaus
  • Zwei Nasszellen
  • eine separate Garage
  • Grundstück von 560 m2
  • Nettowohnfläche von 153 m2
  • Raumvolumen von 864 m3
  • Bauqualität und Zustand sind sehr gut
  • Gute Lage in der Gemeindeme

Musterwohnung Baujahr 2019
 

Definition der Musterwohnung

  • Neue 4.5-Zimmer-Wohnung
  • Eine Etage
  • Zwei Nasszellen
  • Ein Tiefgaragenplatz
  • Nettowohnfläche von 115 m2
  • Ein Balkon von 12 m2
  • Bauqualität und Zustand sind sehr gut
  • Gute Lage in der Gemeinde
  • Gute Lage im Gebäude
  • 11 Wohnungen im Gebäudemobilie ab.
     

 

Preisentwicklung im Aargau | 26.06.2020 | © NEUE AARGAUER BANK 

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