Eigenheim und Pensionierung - Was Sie dazu wissen müssen

Sie sind Eigenheimbesitzer und stehen einige Jahre vor Ihrer Pensionierung. In diesem Zusammenhang wird zwangsläufig die eine oder andere Frage auf Sie zukommen. Soll ich mich vorzeitig pensionieren lassen? Mit welchem Renteneinkommen kann ich rechnen? Als Liegenschaftseigentümer müssen Sie sich aber auch eingehender mit Ihren eigenen Ansprüchen befassen. Wie hoch soll die Hypothek nach der Pensionierung sein? Wie können bevorstehende Investitionen, z.B. eine neue Heizung, finanziert werden? Gibt es Auflagen der Bank, die ich erfüllen muss?

Wir zeigen Ihnen, was zu beachten ist, damit Sie auch nach Ihrer Pensionierung weiterhin sorglos Ihr Haus oder Ihre Wohnung geniessen können.

 

Veränderung Ihres Einkommens nach der Pensionierung

Wenn Sie in Pension gehen, verfügen Sie nicht mehr wie bis anhin über ein Erwerbseinkommen, sondern Sie erhalten Renten aus der 1. Säule (AHV) und der 2. Säule (Pensionskasse). Das neue Renteneinkommen wird mit grosser Wahrscheinlichkeit um einiges tiefer ausfallen als Ihr zuletzt bezogener Lohn. Gerade in Zeiten, in denen die Renten in der 2. Säule eher rückläufig sind (tiefere Umwandlungssätze und Renditen, höhere Lebenserwartung), wird das Gefälle vom Lohn- zum Renteneinkommen tendenziell grösser. Oder anders ausgedrückt: es steht weniger Geld für das tägliche Leben zur Verfügung.

   

Renteneinkommen und Hypothek – worauf Sie achten müssen

Die Grundregel, an welche sich Banken bei der Vergabe von Hypotheken halten müssen, ist relativ einfach. So darf die Belastung aus Hypothekarzins, allfälligen Amortisationen sowie Unterhalts- und Nebenkosten ein Drittel des Einkommens nicht übersteigen (Tragbarkeitsrechnung).

 

Eine allfällig zweite Hypothek muss während längstens 15 Jahren aber bis spätestens zur Pensionierung zurückbezahlt sein. Somit fallen nach der Pensionierung die Zinskosten sowie die Amortisation für die zweite Hypothek weg. Dies senkt die Kosten und wirkt sich positiv auf die Tragbarkeitsrechnung aus. Was bleibt, ist die Zinsbelastung für die erste Hypothek sowie die Unterhalts- und Nebenkosten. Trotz eines seit Jahren anhaltend tiefen Zinsniveaus rechnen die Banken generell mit einem Hypothekarzins von fünf Prozent. Damit sind mögliche zukünftige Zinserhöhungen in der Tragbarkeitsrechnung bereits miteingerechnet und eine langfristige Finanzierung Ihrer Liegenschaft ist gewährleistet.

   

Eigenheim und Pensionierung - Was Sie dazu wissen müssen | 15.06.2017 | © NEUE AARGAUER BANK