NAB IMMO-INDEX: PREISENTWICKLUNG VON IMMOBILIEN IM AARGAU

Sie möchten die Preisentwicklung von Immobilien im Kanton Aargau verfolgen oder das Preisniveau der verschiedenen Aargauer Gemeinden miteinander vergleichen? Mit dem NAB Immo-Index, der in Zusammenarbeit mit der Firma IAZI AG erarbeitet wurde, erhalten Sie zweimal jährlich Informationen über die Entwicklung der Immobilienpreise im Kanton Aargau.

 

 

ENTWICKLUNG DER IMMOBILIENPREISE IM 1. HALBJAHR 2018

 

Preiswachstum der Einfamilienhäuser holt auf

Auf dem Aargauer Immobilienmarkt zeichnet sich ein neuer Trend ab. So sind die Preise für Einfamilienhäuser mit 1.7% in den letzten sechs Monaten weiterhin gestiegen, während die Werte von Eigentumswohnungen mit 0.1% im selben Zeitraum praktisch auf der Stelle verharren. Da die bezahlten Preise für Eigentumswohnungen in den Vorjahren weit stärker gewachsen sind als die Hauspreise, befindet sich der NAB Immo-Index für Stockwerkeigentum nach wie vor auf deutlich höherem Niveau als jener für Einfamilienhäuser. Diese Lücke in Bezug auf das Preiswachstum zwischen den beiden Segmenten schliesst sich jedoch allmählich.

 

Gefragte Nähe zu Zentren

Innerhalb des Kantons Aargau lassen sich je nach Standort bedeutende Preisunterschiede feststellen. Überdurchschnittlich hoch ist das Preisniveau in den regionalen Zentren wie Aarau, Baden, Brugg, Rheinfelden und Zofingen. Die höchsten Werte erzielen jedoch an den Kanton Zürich grenzende Gemeinden wie Oberwil-Lieli, Wettingen oder Arni, wie eine Analyse der lokalen Markttransaktionen zeigt. An diesen Standorten wechselt eine Neubauwohnung mit 4.5 Zimmern und 115m2 Wohnfläche für teils über CHF 1 Mio. die Hand. Der kantonale Durchschnittswert für die Musterwohnung im Aargau liegt bei rund CHF 725‘000.

 

Die Anziehungskraft der Zentren, allen voran Zürich und Basel, wirkt sich auch auf die Preise von Einfamilienhäusern aus. Die Nähe zu Arbeitsmärkten, Infrastruktur und Dienstleistungsangeboten dieser Städte führt zu Aufschlägen von rund 30% auf den aargauischen Mittelwert. Dieser beläuft sich für ein neues, freistehendes Einfamilienhaus mit 5.5 Zimmern und rund 150m2 Wohnfläche auf etwas über CHF 1 Mio. Deutlich gemässigter sind die bezahlten Preise in einigen Gemeinden der Bezirke Laufenburg, Zurzach, Zofingen und Kulm, in denen das Musterhaus mit rund CHF 800‘000 zu Buche schlägt.

 

Wachsende Konkurrenz im Wohnungsmarkt

Wie könnte sich der Immobilienmarkt im Aargau entwickeln? Die Attraktivität von Wohneigentum ist im wirtschaftsstarken Kanton Aargau mit seiner vorteilhaften Lage zwischen zwei Schweizer Grosszentren noch immer hoch. Es ist deshalb auch weiterhin mit moderaten Preiszuwächsen, zumindest in der Kategorie Einfamilienhäuser, zu rechnen. Aufgrund des nach wie vor bestehenden Überangebots im Bereich der Mietwohnungen dürfte der Druck auf das Segment Stockwerkeigentum jedoch anhalten. In diesem Teilmarkt ist auch in den folgenden Quartalen wenig Dynamik nach oben zu erwarten, wobei vor allem periphere Standorte von dieser Tendenz betroffen sein werden.

 

Preisdämpfend könnte sich auch die deutliche Abnahme der Zuwanderung aus dem Ausland auswirken, da diese ein entscheidendes Element der Nachfrage nach Liegenschaften darstellt. Gemäss aktuellen Konjunkturprognosen dürfte die kantonale Wirtschaft im laufenden Jahr jedoch Fahrt aufnehmen, was zusammen mit den tiefen Zinsen preisstützend wirken sollte. 

 

Zusammenfassung

 

  • Die Preise für Häuser wuchsen im Vergleich zu Wohnungen im H1 2018 stärker.
  • Bei Einfamilienhäusern ist weiterhin mit moderaten Preiszuwächsen zu rechnen.
  • Der Druck auf das Segment Stockwerkeigentum dürfte aufgrund vom bestehenden Überangebot bei Mietwohnungen anhalten.
  • Innerhalb des Aargaus gibt es je nach Standort der Liegenschaft bedeutende Preisunterschiede.

 

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