NAB Immo-Index: Preisentwicklung von Immobilien

Sie möchten die Preisentwicklung von Immobilien im Kanton Aargau verfolgen oder das Preisniveau der verschiedenen Aargauer Gemeinden miteinander vergleichen? Mit dem NAB Immo-Index, der in Zusammenarbeit mit der Firma IAZI AG erarbeitet wurde, erhalten Sie zweimal jährlich Informationen über die Entwicklung der Immobilienpreise im Kanton Aargau.
 

 

Entwicklung im 2. Halbjahr 2017

 

Gegenläufige Preisentwicklungen im Kanton Aargau

Während die Preise für Einfamilienhäuser im Kanton Aargau mit einem Plus von 1.5 % weiterhin steigen, lassen sich im Segment der Eigentumswohnungen im zweiten Halbjahr 2017 leicht sinkende Werte beobachten. Obwohl der Rückgang mit -0.4 % moderat ausfällt, gilt es die Frage einer möglichen Trendwende zu stellen. Schliesslich haben die Wohnungspreise in den letzten Jahren praktisch durchgehend an Wert zugelegt. Auch auf gesamtschweizerischer Ebene sind ähnliche Tendenzen festzustellen, wobei das nationale Wachstum bei beiden Liegenschaftskategorien leicht über dem kantonalen Mittel liegt.

 

Preisschere öffnet sich weiter

Die Analyse der lokalen Markttransaktionen zeigt, dass sich die Preisunterschiede innerhalb des Kantons in den vergangenen sechs Monaten weiter akzentuiert haben. Während eine typische Eigentumswohnung im Neubaustandard an Top-Lagen wie in Oberwil-Lieli, Ennetbaden oder Wettingen über eine Million Schweizer Franken kostet, ist für ein identisches Objekt im kantonalen Durchschnitt weniger als CHF 720'000 aufzuwenden. In den erschwinglichsten Gemeinden des Kantons Aargau liegt das Preisniveau für die Musterwohnung bei rund CHF 550'000. Gleichzeitig weisen diese Regionen vielfach rückläufige Wachstumsraten auf.

 

Standortvorteile wie eine ruhige Wohnlage mit schöner Aussicht, tiefe Steuern oder die Nähe zu den Wirtschaftszentren wie Zürich und Basel schlagen sich auch in den Preisen für Einfamilienhäuser nieder. Im kantonalen Mittel liegen die Kaufpreise für ein freistehendes Musterhaus aktuell bei rund CHF 1.1 Mio., was in etwa dem Niveau von Zofingen oder Frick entspricht. Während an den preiswertesten Lagen ein Abschlag von etwa 30 % auf diesem Wert zu beobachten ist, gilt es in den begehrtesten Gemeinden für das gleiche Objekt mehr als CHF 1.5 Mio. aufzuwenden.

 

Zunehmender Leerstand

Wie in der letzten Publikation des NAB-Immo-Index Mitte 2017 prognostiziert, haben die vergleichsweise tiefe Zuwanderung und die weiterhin anhaltende Bautätigkeit einen Anstieg der Leerwohnungsziffern bewirkt. Nicht zuletzt ist auch der Kanton Aargau mit einem durchschnittlichen Leerstand von 2.3 % von diesem Umstand betroffen. Sowohl die Bezirke Aarau, Zofingen wie auch Kulm weisen gemäss Bundesamt für Statistik Werte über 3 % aus, einzelne Gemeinden gar solche über 5 %.Die erhöhten Leerstände haben vielerorts bereits erste Auswirkungen im Segment der Mietwohnungen sichtbar gemacht. Für die nächsten Jahre gehen die Experten daher schweizweit von sinkenden Mietpreisen aus, wobei insbesondere periphere Lagen mit schlechter Verkehrsanbindung als exponiert angesehen werden. Als Folge ist kurz- bis mittelfristig auch ein Rückgang der Attraktivität von Eigentumswohnungen zu erwarten. Dank der stabilen Wirtschaftslage und der weiterhin sehr tiefen Zinsen ist jedoch vorderhand in diesem Segment nicht von einer flächendeckenden Korrektur auszugehen.

 

Factsheet zum aktuellen NAB Immo-Index (PDF / 0.5MB)