NAB IMMO-INDEX: PREISENTWICKLUNG VON IMMOBILIEN IM AARGAU

Sie möchten die Preisentwicklung von Immobilien im Kanton Aargau verfolgen oder das Preisniveau der verschiedenen Aargauer Gemeinden miteinander vergleichen? Mit dem NAB Immo-Index, der in Zusammenarbeit mit der Firma IAZI AG erarbeitet wurde, erhalten Sie zweimal jährlich Informationen über die Entwicklung der Immobilienpreise im Kanton Aargau.

 

 

ENTWICKLUNG DER IMMOBILIENPREISE IM 2. HALBJAHR 2018

 

Beruhigung im Schweizer Immobilienmarkt

Nach vielen wachstumsstarken Jahren scheinen die Preise für Wohnimmobilien in eine gewisse Abkühlungsphase übergegangen zu sein. Im letzten Halbjahr lassen sich im Kanton Aargau sowohl für Einfamilienhäuser als auch für Eigentumswohnungen leicht sinkende Werte beobachten. Mit einem Rückgang von 0.4 % respektive 0.3 % kann die Korrektur jedoch als sehr moderat bezeichnet werden. In der kurzfristigen Optik zeigt sich auch auf landesweiter Ebene eine ähnliche Entwicklung. Anders ist das Bild jedoch in der Langzeitbetrachtung. Während die kantonalen Preise für Wohneigentum über die letzten 15 Jahre um rund 45 % zugelegt haben, beträgt der gesamtschweizerische Anstieg nahezu 70 %.

 

Starke Preisunterschiede im Kantonsgebiet

Ungeachtet der Preisentwicklung wird bei der Auswertung der neusten Zahlen deutlich, dass sich der Aargauer Immobilienmarkt aus sehr vielen heterogenen Teilmärkten zusammensetzt. An begehrten Standorten in den Zentren oder in steuerlich attraktiven Regionen ist das Angebot begrenzt und das Preisniveau entsprechend hoch. Eine neu gebaute Eigentumswohnung mit 115 m2 Wohnfläche wird an den gesuchten Lagen in Oberwil-Lieli, Ennetbaden oder Wettingen für über CHF 1 Mio. gehandelt. Im kantonsweiten Mittel beträgt der Abschlag im Vergleich dazu rund 30 %, während für das gleiche Objekt in weniger gut erschlossenen Gebieten mit geringer Nachfrage nur etwa die Hälfte bezahlt wird.

Ähnlich verhält sich das Preisgefüge im Bereich der Einfamilienhäuser. Für das freistehende Musterhaus mit 5.5 Zimmern und 560 m2 Grundstücksfläche sind in den teuersten Gemeinden an der Kantonsgrenze zu Zürich teilweise über CHF 1.5 Mio. aufzuwenden. Etwas gemässigter zeigen sich die Preise in Zofingen oder Bad Zurzach, die in etwa dem Aargauer Durchschnittswert entsprechen. Als preiswerteste Region gelten verschiedene Gemeinden des Bezirks Kulm, was mitunter auf die lokale Leerstandssituation zurückzuführen ist.

 

Aussichten verhalten optimistisch

Die anhaltende Bautätigkeit und leerstehende Wohneinheiten werden auch in den kommenden Monaten die Marktentwicklungen beeinflussen. Obwohl diese Themen mehrheitlich das Segment der Mietwohnungen betreffen, sind je nach Region auch preisdämpfende Effekte im Eigenheimbereich zu erwarten. Insbesondere städtische Gebiete und Ortschaften mit guter Anbindung an die Wirtschaftszentren bleiben jedoch begehrt und werden sich einem Abwärtsdruck besser entziehen können. Aufgrund der globalen Turbulenzen an den Finanzmärkten und den politischen Unsicherheiten im EU-Raum ist zudem davon auszugehen, dass auch die Zinsen in der Schweiz bis auf Weiteres auf dem rekordtiefen Niveau verharren werden. Entsprechend bleibt der Erwerb von Wohneigentum attraktiv. Für Kaufinteressenten können die Aussichten somit als verhalten positiv bezeichnet werden.

 

Zusammenfassung

  • Erstmals seit langer Zeit tendieren die Schweizer Immobilienpreise seitwärts bis leicht rückläufig.
  • Kantonal gehen die Preisentwicklungen von Häusern und Wohnungen im zweiten Halbjahr 2018 praktisch im Gleichschritt.
  • Die regionalen Zentren und gut erschlossene Ortschaften bleiben begehrt.

  

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